Energie­­beratung Mittelstand

Das Förderprogramm „Energie­beratung im Mittelstand“ trägt zur Erreichung der energie- und klima­politischen Ziele der Bundes­regierung bei. Kleine und mittlere Unter­nehmen sollen durch das Förder­programm motiviert werden, die Energie­effizienz im eigenen Unter­nehmen zu verbessern. Wie dies durch geeignete Einspar­potentiale und Maß­nahmen gelingt, kann nur eine qualifizierte Energie­beratung aufzeigen. Neu ist, dass seit 2018 auch die Energie­beratung durch Energie­versorger für dieses Förder­programm anerkannt wird, was bisher nur Ingenieur­büros und anderen Beratungs­unternehmen vorbehalten war. Die Energie­beratung ist nur zuwendungs­fähig, wenn diese durch einen vom BAFA zugelassenen Energie­berater erfolgt. Die Auswahl des Energie­beraters obliegt dem Antrag stellenden Unter­nehmen. Die Registrierung und Zulassung als Energie­berater im Mittel­stand wird durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­förderung (BAFA) vergeben. Dabei müssen diese Voraussetzungen erfüllt sein:

  • ein anerkannter Hoch­schul- oder Meister­abschluss in einer einschlägigen Fach­richtung
  • drei Jahre haupt­berufliche Tätigkeit mit Praxis­bezug zur betrieblichen Energie­beratung
  • eine gültige Haft­pflicht­versicherung, die Energie­beratungs­leistungen einschließt,
  • und der Erwerb einer Zusatz­qualifikation für Energie­beratung im gewerblichen Bereich.

Diese geforderten Zusatz­qualifika­tionen werden in dem 10-tägigen Lehrgang vermittelt

Inhalte und Umfang der Zusatz­qualifikation:

Die Inhalte beziehen sich auf die vom BAFA geforderten Themen des Fort­bildungs­katalogs. Die Themen sind in sechs Blöcke aufgeteilt. Alle Seminare sind voneinander unabhängig und können auch einzeln gebucht werden. Alle Blöcke dieses Lehrgangs ergeben zusammen die geforderte Unter­richts­zeit von 80 Unter­richts­einheiten. Für bereits gelistete Berater gelten vereinfachte Nachweise.

Die Anforderungen an die Zusatz­qualifizierung lauten wie folgt:

  • Für die Anerkennung „Energieberater Mittelstand“ durch das BAFA sind insgesamt 80 Unter­richts­einheiten (UE) erforderlich
  • Bereits qualifizierte Energie­berater (z.B. in der „Energie­effizienz-Experten­liste für die Förder­programme des Bundes“ unter www.energie-effizienz-experten.de zu finden) benötigen jeweils nur mindestens 8 UE in Block 1, Block 3 und Block 4
  • Die Fortbildung ist fach­bezogen im Bereich der gewerblichen Energie­beratung und spiegelt den aktuellen Stand der Technik wider
  • Die Qualifikation bezieht sich inhaltlich auf den Bereich der Nicht-Wohngebäude (NWG)
  • Ab 2019 ist zusätzlich eine Abschluss­prüfung erforderlich

Themen­schwer­punkte

Block 1 – Rechtliches (8 UE):

(Referent: Dirk Tiemann)

  • Der Wohn-/Nichtwohn-Gebäude­markt – ein Überblick
  • Der rechtliche Rahmen – ein Überblick
  • Die Umsetzung der EnEV-Forderungen in der Praxis
  • Begleitendes Regelwerk – Administrativ
  • Begleitendes Regelwerk – Planung und Auslegung

Block 1 – Energie­audits nach DIN EN 16247 (8 UE): Pflicht­modul:

(Referent: Steffen Roß)

  • Aktuelle gesetzliche Grund­lagen
  • Ablauf des Energieaudits nach DIN EN 16247-1 und Praxis­er­fahrungen
  • Systematische Daten­aus­wertung und -auf­bereitung
  • Informationen über anwendbare Zuschüsse und Beihilfen
  • Grundzüge der für Energie­audits geforderten Lebens­zyklus­kosten­analyse

Block 2 – Gebäudehülle im Neubau und Bestand (8 UE):

(Referent: Wolf Schleth-Tams)

  • Bauphysikalische Anforderungen an Gebäude­hüllen im Neubau und Bestand
  • Bauphysikalische Grund­prin­zipien, Kenn­werte und Berechnungs­ver­fahren
  • Dämmstoffe und Systeme
  • Maßnahmen zur Reduzierung der Wärme­ver­luste

Block 3 – Anlagen­technik / Quer­schnitts­techno­logien (24 UE):

(Referent: Steffen Roß)

  • Druckluft
  • Überblick Heizungs­technik
  • Überblick Lüftungs­anlagen
  • Überblick Kälte­technik
  • KWK-Anlagen
  • Energieeffiziente Beleuchtung
  • Elektrische Motoren, Antriebe und Pumpen

Block 4 – Erneuerbare Energien (8 UE):

(Referent: Günter Fischer oder Alexander Klügl)

  • Einführung
  • Photovoltaik
  • Biomasse/Biogas
  • Geothermie
  • Energiespeicher

Block 5 – Wirtschaft­lich­keit (16 UE): Pflicht­modul (Lebens­zyklus­kosten­analyse, 4 UE):

(Referent: Jobst Klien)

  • Einführung ins Thema
  • Methoden der Wirt­schaftlich­keits­berechnung
  • Lebenszyklus­kosten-Analyse
  • Lösungsansatz Contracting
  • Finanzierung und Förderung

Block 6 – Energie­management­systeme (8 UE):

(Referent: Steffen Roß)

  • Entwicklung der 50000-er Normen­reihe
  • Die neue ISO 50001:2018
  • ISO 50003
  • ISO 50006
  • ISO 50004
  • ISO 50015
  • Systematische Auswahl Energie­monitoring- bzw. Energie­controlling-Systems; Mess­mittel

Block 6 – Emissionen (4 UE):

(Referent: Dirk Tiemann)

  • Erfassung, Berechnung und Aus­weisung von Emissions­arten (CO2, NOx)
  • Energiebilanz – Emissions­bilanz
  • Emissionen erneuerbarer Energien
  • Begleitende Themen

Block 6 – Energetisches Nutzer­ver­halten (4 UE):

(Referent: Dirk Tiemann)

  • Mitarbeiterschulungen zur Energie-Einsparung
  • Vermittlung gering­investiver Maß­nahmen
  • Praxisblock
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